http://02okt1999.blogsport.de Ein weiteres tolles WordPress Blog Thu, 23 Feb 2012 16:05:46 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Zwei weitere Tote als Opfer rechter Gewalt anerkannt – Innenministerium nähert sich langsam der Realität an http://02okt1999.blogsport.de/2012/02/23/zwei-weitere-tote-als-opfer-rechter-gewalt-anerkannt-innenministerium-naehert-sich-langsam-der-realitaet-an/ http://02okt1999.blogsport.de/2012/02/23/zwei-weitere-tote-als-opfer-rechter-gewalt-anerkannt-innenministerium-naehert-sich-langsam-der-realitaet-an/#comments Thu, 23 Feb 2012 16:04:44 +0000 02okt1999 Allgemein http://02okt1999.blogsport.de/2012/02/23/zwei-weitere-tote-als-opfer-rechter-gewalt-anerkannt-innenministerium-naehert-sich-langsam-der-realitaet-an/ Zur nachträglichen Anerkennung zweier in Sachsen getöteter Menschen als Opfer rechter Gewalt erklärt Kerstin Köditz, Sprecherin für antifaschistische Politik der Fraktion DIE LINKE:

Der Innenminister hat mit Achmed Bachir und Patrick Thürmer zwei weitere Ermordete als Opfer rechter Gewalt eingestuft. Elf bzw. fünfzehn Jahren nach den Taten widerfährt ihnen späte Gerechtigkeit. Innenminister Ulbig nähert sich langsam und mühsam der Realität an. Die Genugtuung darüber hat einen bitteren Beigeschmack. So kann ich nur mit Unverständnis registrieren, dass bisher zu den Einstufungen die Urteile der Gerichte nicht beigezogen worden sind, sondern man sich nur auf die Einschätzung des Kriminalpolizeilichen Meldedienstes verlassen hat. Ich gehe davon aus, dass diese fatale Praxis künftig verändert wird.

Es bleiben weitere fünf Tote, bei denen sehr starke Indizien dafür sprechen, dass ebenfalls neonazistische oder rassistische Motive zu der Tat geführt haben und die das Innenministerium bisher anders beurteilt. Ich bedauere es besonders, dass die Staatsregierung sich nicht dazu durchringen konnte, Tote aus der Reihe der ohnehin besonders Benachteiligten, der Obdachlosen, neu einzustufen. Gerade der aktuell in Leipzig verhandelte Fall um den in Oschatz ermordeten André K. zeigt, dass die Tatbeteiligung zumindest eines bekannten Neonazis mit der Abwertung sozial Randständiger als „lebensunwert“ zusammenhängt. Wir werden als LINKE darum kämpfen, dass auch diese Menschen als Opfer rechter Gewalt eingestuft werden.

Zum Tathergang in den beiden Fällen (nach den Opferlisten im „Tagesspiegel“): Der 30-jährige Asylbewerber Achmed Bachir wird am 23. November 1996 in Leipzig vor einem Gemüsegeschäft erstochen. Er will deutschen Kolleginnen beistehen, die von zwei Skinheads attackiert und als „Türkenschlampen“ beschimpft werden. Als der Syrer die Randalierer aus dem Laden drängt, sticht ihm der 20-jährige Daniel Z. mit einem Messer ins Herz. Trotz der von Verkäuferinnen bezeugten rassistischen Drohungen kann die Staatsanwaltschaft „keinen ausländerfeindlichen Hass“ erkennen. Im November 1997 verurteilt das Landgericht Leipzig Daniel Z. wegen Mordes und schwerer Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von neuneinhalb Jahren. – Der 17-jährige Patrick Thürmer wird gemeinsam mit einem Freund in der Nacht des 3. Oktober 1999 auf dem Heimweg von einem Punkfestival in Hohenstein-Ernstthal (Sachsen) von drei Männern überfallen, die mit ihrem Auto Jagd auf Punks machen. Mit einem Axtstil und einem Billardqueue fügen sie dem schmächtigen, 1 Meter 56 großen Malerlehrling tödliche Kopfverletzungen zu. Vorausgegangen war ein Angriff von drei Dutzend Naziskins auf das Punkfestival und ein Gegenangriff von Punks auf eine Diskothek im Ort, in der sie die rechten Schläger vermuteten. Der Malerlehrling Patrick Thürmer starb „stellvertretend für jene Linken“, die an dem Angriff auf die Diskothek beteiligt gewesen seien, stellt das Landgericht Chemnitz im September 2000 fest. Einen rechtsextremen Hintergrund erkennt das Gericht dennoch nicht. Der 23-jährige Haupttäter wird wegen Totschlags zu elf Jahren Haft verurteilt.

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Würdiges Gedenken an die Opfer rechter Gewalt http://02okt1999.blogsport.de/2009/10/03/wuerdiges-gedenken-an-die-opfer-rechter-gewalt/ http://02okt1999.blogsport.de/2009/10/03/wuerdiges-gedenken-an-die-opfer-rechter-gewalt/#comments Sat, 03 Oct 2009 20:51:42 +0000 02okt1999 Allgemein http://02okt1999.blogsport.de/2009/10/03/wuerdiges-gedenken-an-die-opfer-rechter-gewalt/ Demonstration in Hohenstein-Ernstthal verlief wie erwartet friedlich. Die Anschludigungen der Stadt Hohenstein-E. erwiesen sich damit als haltlos. Über 200 Menschen gedachten am Samstag Patrick T. und den anderen 140 Opfern rechter Gewalt. ]]> Improvisiertes Gedenktafal an Opfer rechter Gewalt
Demonstration in Hohenstein-Ernstthal verlief wie erwartet friedlich. Die Anschludigungen der Stadt Hohenstein-E. erwiesen sich damit als haltlos. Über 200 Menschen gedachten am Samstag Patrick T. und all den anderen Opfern rechter Gewalt.

Am Samstag, den dritten Oktober fand in Hohenstein-E. eine Demonstration die Gewalt von Nazis thematisierte statt. Dies geschah anlässlich des zehnten Jahrestages der Tötung von Patrick T. durch Nazis. 257 Menschen zeigten ihre Solidarität mit den Betroffenen. Auch einige Bürger_innen aus der Stadt selbst beteiligten sich am Aufzug.
Um 14:30 zog die Demonstrant_innen von ruhiger Musik begleitet in Richtung Martkplatz los. Dort angekommen, wurde die erste Zwischenkundgebung durchgeführt. Auch die „nicht existierenden“ Nazis in Hohenstein-E. waren mit vor Ort. Darunter auch der zugereiste Markus M. von den Nationalen Sozialisten Erzgebirge. Eine Begründung warum „die städtische Wahrnehmung“ so von der Realität abweicht hätte wir gerne persönlich gehört, aber Vertreter_innen der Stadt sahen sich scheinbar nicht genötigt sich die Demonstration anzusehen oder inhaltliche Redebeiträge anzuhören.
Die Demonstration zog weiter und führte 200 Meter vom ehemaligen „Off is“ und „La belle“ die nächste Zwischenkundgebung durch. Hier wurde ein Redebeitrag von der Schwester von Patrick T. und ein Gedicht verlesen um anschließend eine demonstrative Gedenktafel niederzulegen. Es wurde eine Trauerminute für die Opfer rechter Gewalt eingelegt. Anschließend wurde noch einmal der Hergang der grausamen Tat geschildert, die hier vor zehn Jahren ihren Anfang nahm.
Es ging danach weiter zum Bahnhof, wo die Demonstration gegen 17:30 für beendet erklärt wurde.
Über den gesamten Verlauf der Demonstration sind wir als Bündnis zufrieden und sehen damit die im Vorfeld erhobenen Anschuldigungen als entkräftet an.

Als Bündnis hätten wir nur eines noch gerne geklärt. Wie kann es sein, dass vertrauliche Daten aus den Anmeldungsunterlagen an dritte Personen weiter gegeben wurden. So zitierte die CDU in ihrem Distanzierungsantrag genau die beantragten Demonstrationsmittel. Von einem Fehlverhalten des Oberbürgermeisters und zuständigen Behörde im Landratsamt Zwickau müssen wir daher ausgehen. Gegen den OBM E. Homilius wird eine Dienstaufsichtsbeschwerde folgen.

Die Polizei zeigte sich während der ganzen Demonstration kooperativ und trat mit wenig Beamt_innen auf und störte die öffentliche Vermittlung nicht. Einzig ein Vorfall verstehen wir bei den heutigen Einsatz nicht. Eine anderthalbe Stunde nachdem die Demonstration beendet wurde, wurde eine Gruppe von Teilnehmer_innen von der Polizei festgehalten. Der Vorwurf lautete Sachbeschädigung.
Die Beamt_innen informierten darüber, dass sie lediglich eine Identitätsfeststellung durchführten. Die beschuldigten Personen wiesen sich bereitwillig mit ihren Personalausweisen aus, womit eigentlich die Maßnahme rechtlich gesehen zu Ende sein müsste. Jedoch wurde anschließend eine Beweissicherung mittels Lichtbildaufnahmen der einzelnen Personen vorgenommen, dessen juristische Grundlage nicht gegeben ist und mit denen sich jetzt ein Anwalt beschäftigt.
Und warum dies alles? Im Nachhinein stellte sich heraus, dass Personen aus dieser Gruppe illegal plakatierte Nazi-Plakate entfernt hatten. Damit wurden einmal wieder couragierte Menschen, die es satt haben Nazipropaganda zu sehen, kriminalisiert. Für uns ist diese Maßnahme lächerlich und bestürzend zugleich.

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02. Oktober Mahnwache in Oberlungwitz http://02okt1999.blogsport.de/2009/10/02/02-oktober-mahnwache-in-oberlungwitz/ http://02okt1999.blogsport.de/2009/10/02/02-oktober-mahnwache-in-oberlungwitz/#comments Fri, 02 Oct 2009 19:26:03 +0000 02okt1999 Allgemein http://02okt1999.blogsport.de/2009/10/02/02-oktober-mahnwache-in-oberlungwitz/ Pressemitteilung des Bündnis: „Erinnern, nachdenken, handeln. Mit Courage gegen Rechts.“

Gegen 15 Uhr versammelten sich die ersten Menschen, um an die Ermordung Patricks vor 10 Jahren zu gedenken. Mit einem Transparent und zwei Schildern wurden die verbeifahrenden Passant_innen auf die Thematik aufmerksam gemacht. Ebenfalls wurden Flyer für die Demo am 03.10. um 14. Uhr am Bahnhof in Hohenstein/E. verteilt und zum Teil bereitwillig entgegengenommen.

Unterstützt wurden wir auch durch Patricks Familie und der RAA Chemnitz.
Weder die Stadt Oberlungwitz noch Hohenstein/E. haben die Mahnwache unterstützt. Lediglich ein Oberlungwitzer hielt an und sprach uns seine Sympathie aus. Vermutlich die gleichen Anwohner_innen, die damals die Schreie Patricks für Bauarbeiten hielten, beobachteten uns mit Missgunst.

Die unmittelbar am Tatort und im Unfeld des Hohensteiner Bahnhofs vermutlich von Nazis angebrachten Plakate auf denen „Antifagruppen zerschlagen“ steht, sehen wir klar als neonazistischen Akt gegen unsere Aktionen am 02. und 03. Oktober.

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In Gedenken an die Opfer rechter Gewalt http://02okt1999.blogsport.de/2009/10/02/in-gedenken-an-die-opfer-rechter-gewalt/ http://02okt1999.blogsport.de/2009/10/02/in-gedenken-an-die-opfer-rechter-gewalt/#comments Fri, 02 Oct 2009 08:44:00 +0000 02okt1999 Allgemein http://02okt1999.blogsport.de/2009/10/02/in-gedenken-an-die-opfer-rechter-gewalt/ Pressemitteilung des Bündnis:

Das Bündnis „Erinnern, nachdenken, handeln. Mit Courage gegen Rechts.“ stößt auf eine unerwartete Unterstützungswelle anlässlich des Gedenkens des vor zehn Jahren durch Nazis ermordeten Patrick T. Unterstützung ist dabei nicht selbstverständlich, wie die Reaktionen der Stadt Hohenstein-E. bis heute zeigen.

Erfreut und überrascht über die große Zahl von Unterstützer_innen unseres Aufrufs sehen wir zuversichtlich auf die kommenden Tage:
Am Freitag, den zweiten Oktober findet ab 15:00 im kleinen Kreis eine Kundgebung am Tatort in Oberlungwitz und am Samstag, den dritten Oktober um 13:00 eine Demonstration in Hohenstein-Ernstthal statt. In Hohenstein-E. war der Konflikts erstanden, der zur Tötung von Patrick T. geführt hatte.

Mit einer größeren Unterstützung in Hohenstein-Ernstthal kann das Bündnis allerdings nicht rechnen. Erst vor kurzer Zeit verabschiedete der Stadtrat einen Beschluss zur Distanzierung gegenüber der Demonstration am Samstag. Die vom Bündnis geforderte Genehmigung für ein Denkmal wurde abgelehnt. Der Oberbürgermeister begründet dies unter anderem damit, dass es sich hier nicht um eine Gewalt mit neonazistischen Hintergrund handle und dass es eine rechte Szene auch damals nicht gegeben habe. Selbst im persönlichen Gespräch mit dem Bündnis zweifelte er die Verurteilung der drei männlichen Täter und ihren Hintergrund an. Diese stammten allesamt aus dem Umfeld der HooNaRa (Hooligans-Nazis-Rassisten) und der Chemnitzer Haller-Security. Dies verwundert nicht: Der Inhaber Thomas Haller gab im Februar 2007 offen zu, der Gründer der HooNaRa zu sein. Folgt mensch den Wegen der HooNaRa kommt mensch wieder nach Hohenstein-E. zurück. Dort fand im Jahr 2005 ein Konzert in der Diskothek „La belle“ statt. Dieser Ort war schon damals der Treffpunkt einer lokalen rechten Szene. Nach Informationen von der damaligen Staatsregierung wurde das Konzert „von der rechtsextremistischen Hooligan-Gruppierung Hoonara (Chemnitz/Zwickau) organisiert.“
Doch von all diesen Informationen will Oberbürgermeister E. Homilius nichts wissen bzw. ignoriert sie. Gerade in Anbetracht von Übergriffen von Nazis im nicht weit entfernten Limbach-O. ist solch eine Verhalten gerade zu katastrophal. Es ist traurig, dass sich nach wir vor Menschen genau so verhalten wie es im Bündnisaufruf formuliert wurde. Diese Zustände sind zu kritisieren, zu hinterfragen und zu überwinden, damit sich Taten wie an Patrick T. nicht wiederholen.

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Zu den Auflagen http://02okt1999.blogsport.de/2009/10/01/zu-den-auflagen/ http://02okt1999.blogsport.de/2009/10/01/zu-den-auflagen/#comments Thu, 01 Oct 2009 19:14:25 +0000 02okt1999 Allgemein http://02okt1999.blogsport.de/2009/10/01/zu-den-auflagen/ Für die Kundgebung am 02.10. und Demonstration am 03.10. gelten folgende Auflagen:

Er herrscht ein Alkoholverbot. Glasflaschen sind außerhalb der Demonstration/Kundgebung abzustellen. Waffen oder sonstige Gegenstände die zur Verletzung von Personen dienen sind verboten. Es sind keine Hunde und Fahrräder erlaubt. Des Weiteren ist das Tragen von Springerstiefeln und Bomberjacken in der Gruppe nicht erlaubt.

Gegen die Versammlungsbescheide wird/wurde Einspruch eingelegt. Mir größeren Änderungen ist aber nicht mehr zu rechnen. Es werden Vorkontrollen stattfinden, daher achtet vorher darauf, dass ihr „Waffen“ wie Plastikgabeln, Schraubenzieher oder Kinderscheren auspackt. Ordner_innen werden vor den eigentlichen Vorkontrollen Stellung nehmen und euch schon einmal darüber informieren was ihr mitnehmen dürft und was nicht.

Was wir auf diesen Veranstaltungen nicht sehen bzw. hören möchten:

Keine Angetrunkenen bzw. Alkohol-trinkenden Menschen – dies ist ein trauriger Anlass! Wenn ihr daher Alkohol zu euch nehmen wollt, dann entweder außerhalb der Demonstration/Kundgebung bzw. danach.

Wir als Vorbereitungskreis möchten keine chauvinistischen, sexistischen oder sonstigen diskriminierenden Rufe hören. Hier ist kein Platz dafür.

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03. Oktober Hohenstein/E. – Erinnern, nachdenken, handeln. http://02okt1999.blogsport.de/2009/10/01/03-oktober-hohensteine-erinnern-nachdenken-handeln/ http://02okt1999.blogsport.de/2009/10/01/03-oktober-hohensteine-erinnern-nachdenken-handeln/#comments Thu, 01 Oct 2009 17:01:03 +0000 02okt1999 Allgemein http://02okt1999.blogsport.de/2009/10/01/03-oktober-hohensteine-erinnern-nachdenken-handeln/

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Mahnwache und Demonstration zum Gedenken an Patrik T. – Todesopfer rechter Gewalt in Oberlungwitz http://02okt1999.blogsport.de/2009/10/01/mahnwache-und-demonstration-zum-gedenken-an-patrik-t-todesopfer-rechter-gewalt-in-oberlungwitz/ http://02okt1999.blogsport.de/2009/10/01/mahnwache-und-demonstration-zum-gedenken-an-patrik-t-todesopfer-rechter-gewalt-in-oberlungwitz/#comments Thu, 01 Oct 2009 15:38:53 +0000 02okt1999 Allgemein http://02okt1999.blogsport.de/2009/10/01/mahnwache-und-demonstration-zum-gedenken-an-patrik-t-todesopfer-rechter-gewalt-in-oberlungwitz/ Freitag, 02.10., 15.00, Oberlungwitz Samstag, 03.10., 14:00, Hohenstein-.E.]]> Pressemitteilung der RAA Sachsen e.V.

Am 2.Oktober 1999 wurde Patrik T. auf dem Heimweg von zwei Neonazis so brutal zusammengeschlagen, dass er an den Folgen der schweren Verletzungen verstarb. Zur Erinnerung an diese Tat sowie aller Opfer rechter Gewalt finden am Wochenende in Hohenstein-Ernstthal Gedenkveranstaltungen statt.
Freitag, 02.10., 15.00, Oberlungwitz
Samstag, 03.10., 14:00, Hohenstein-.E.

Zu diesen Veranstaltungen ruft das Bündnis „erinnern:nachdenken:handeln“ auf. Die Opferberatung unterstützt dieses Bündnis. Die Forderung der Bündnismitglieder ist ein Mahnmal. „Rechtsextremismus etabliert sich dort, wo die Demokratie zu leise ist. Eine entsprechende Erinnerungskultur gedenkt den Opfern. Darüber hinaus erinnert sie an die Aktualität rechter Gewalt und ruft zur Aktivität gegen Rechtsextremismus auf“ so Andre Löscher von der Opferberatung. Dass das Thema rechtsmotivierte Angriffe kein Gespenst ist, sondern auch in der Gegenwart stattfindet, zeigen die bisherigen Vorfälle, die der Opferberatung, RAA Sachsen e. V. in diesem Jahr bekannt wurden. Die Opferberatung registriert im nur 10 km von Hohenstein-Ernstthal entfernten Limbach-Oberfrohna und auch im nahe gelegenen Zwickau ein Vielzahl rechter und rassistischer Angriffe.

Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Juliane Wetendorf Andre Löscher

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Unterstützung durch NDC-Netzstelle Chemnitz http://02okt1999.blogsport.de/2009/10/01/unterstuetzung-durch-ndc-netzstelle-chemnitz/ http://02okt1999.blogsport.de/2009/10/01/unterstuetzung-durch-ndc-netzstelle-chemnitz/#comments Thu, 01 Oct 2009 14:05:33 +0000 02okt1999 Allgemein http://02okt1999.blogsport.de/2009/10/01/unterstuetzung-durch-ndc-netzstelle-chemnitz/ Zur Begründung der Unterstützung:

Hallo liebe Bündnispartner_innen,

als NDC-Netzstelle Chemnitz sagen wir hiermit die Unterstützung des Bündnisses „Erinnern, nachdenken, handeln. Mit Courage gegen Rechts. “ zu. Wir stehen hinter dem Anliegen der Initiator_innen, einen Ort für die Erinnerung an Patrick und alle anderen Todesopfer rechter Gewalt zu schaffen.

Die Ereignisse um die Ermordung des 17-jährigen Patrick am 02. Oktober 1999 in Oberlungwitz durch drei der Neonazi-Szene nahestehenden Männer ist für uns ein erschreckendes Symbol für den Umgang der Gesellschaft mit rechten Gewalttaten. Der Tod des Jugendlichen hätte verhindert werden können, wenn die Polizei früher auf Notrufe eingegangen wäre und sich schlichtend in die Konfrontation zwischen Nazis und Punks eingemischt hätte, wenn Anwohner_innen die Schreie von Patrick um vier Uhr in der Nacht nicht ignoriert oder als Bauarbeiten interpretiert hätten.

Mit unserer Unterstützung wollen wir an gesellschaftliche Zivilcourage appellieren und zu mehr Sensibilität im Umgang mit rechter Gewalt auffordern. Dass diese Themen auch zehn Jahre nach dem tragischen Vorfall noch aktuell sind, zeigen jüngste Entwicklungen. Auch heute noch werden in der rechten Szene angesiedelte Sicherheitsfirmen bei Festen in Chemnitz angestellt, werden rechte Hintergründe von Gewalttaten in der Öffentlichkeit als solche oft nicht erkannt.

Ausschlaggebend für die Unterstützung des Bündnisses ist, dass wir mit unserer politischen Bildungsarbeit an Schulen und Ausbildungseinrichtungen ähnliche Ziele verfolgen. Solidarität mit Menschen zu fördern, die von Diskriminierung betroffen sind, und zum couragierten Handeln im Alltag anzuregen, sind sowohl Ziele unseres eigenen Projektes als auch des Bündnisses.

Dem Bündnis wünschen wir für sein Anliegen viel Erfolg und bieten ihm dafür unsere Unterstützung an.

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Stadt Hohenstein-E. verhindert Denkmal für Opfer von rechter Gewalt http://02okt1999.blogsport.de/2009/09/25/stadt-hohenstein-e-verhindert-denkmal-fuer-opfer-von-rechter-gewalt/ http://02okt1999.blogsport.de/2009/09/25/stadt-hohenstein-e-verhindert-denkmal-fuer-opfer-von-rechter-gewalt/#comments Fri, 25 Sep 2009 08:09:15 +0000 02okt1999 Allgemein http://02okt1999.blogsport.de/2009/09/25/stadt-hohenstein-e-verhindert-denkmal-fuer-opfer-von-rechter-gewalt/ Pressemitteilung des Bündnis zur aktuellen Entwicklung:

Am zweiten Oktober jährt sich zum zehnten Male die Ermordung von Patrick T durch Nazis in Oberlungwitz. In Hohenstein-E. entwickelte sich damals der Konflikt, welcher zur Tötung führte. Ende August hatte sich ein Bündnis gegründet, welches sich zum Ziel gesetzt hat ein Denkmal zu errichten. Es sollte zur Erinnerung an Patrick und zur Mahnung daran dienen, dass solch eine Tat nie wieder geschehen darf. Der Vorschlag des Bündnis es in Hohenstein-E. zu errichten wurde von der Stadt abgelehnt.
Die persönliche Haltung des jetzigen Oberbürgermeisters E. Homilius, der schon vor zehn Jahren dieses Amt inne hatte, spielt bei der Verhinderung eine maßgebliche Rolle.

Die Haltung des Oberbürgermeisters wurde schon im ersten Kontakt mit dem Bündnis klar: Er möchte dieses Denkmal hier nicht haben. Begründet wurde dieses mit allesamt fadenscheinigen Ausflüchten. So bezweifelt er unter anderem, dass es sich hier um eine Tat handele, die durch Nazis begangen wurde. Die Täter kamen allesamt aus dem Umfeld der HooNaRa (Hooligans-Nazis-Rassisten). Den gleichen Standpunkt nimmt die zur Zeit in Chemnitz stattfindende Ausstellung Blickwechsel ein: Patrick T. wird als Opfer von rechter Gewalt hier aufgezählt!
In einem Schreiben des Verwaltungsausschuss stellte der Oberbürgermeister noch einmal in aller Deutlichkeit dar: Der Verwaltungsausschuss und Er positionieren sich gegen dieses Denkmal.
Scheinbar angestachelt durch die verbreitete negative Atmosphäre sah sich die Fraktion der CDU, der Homilius angehört, zu eine Beschluss genötigt, sich von einer Demonstration am 3.10. zu distanzieren. Diese sollte anlässlich der Errichtung des Denkmals einen würdigen Rahmen bieten. Legitime Demonstrationsmittel werden in einem Antrag der CDU-Fraktion als Marschmittel von Radikalen dargestellt und offenbaren die eigentliche Stossrichtung: Ablenken, Dämonisieren und Diskreditieren. Ein Verständnis von demokratischen Meinungsäußerung in Form einer Demonstration scheint daher die CDU als auch der Großteil des Stadtrates nicht zu verstehen: Einzig eine Gegenstimme und drei Enthaltungen besiegelten den Beschluss.
Was auf der Strecke bleibt ist die Tatsache, dass vor zehn Jahren ein Mensch ermordet wurde und sich immer noch keine_r dafür interessiert aus welcher Motivation heraus dies geschah.
Besonders erschreckend ist die Lage für Bekannte von Patrick T.. Sie sahen sich nicht in der Lage in Anbetracht der Reaktionen in der Bevölkerung sich zur Thematik öffentlich zu äußern. Für uns ist dies ein nicht haltbarer Zustand, der schon alleine kritikwürdig ist. Um diesen Menschen eine Plattform zu bieten als auch um diese Tat als ein mahnendes Beispiel für menschenverachtende Ideologien anzuführen, wird die Demonstration am dritten Oktober – leider ohne Denkmal – stattfinden.

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